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CSD Augsburg 2006



9. CSD Augsburg - 28. Juli - 6. August 2006

Miteinander statt gegeneinander und keinen Schritt zurück

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Bei durchwachsenem Wetter feierten Augsburgs Schwule und Lesben ihre CSD-Woche. Trotz aller Unkenrufe schien zum Straßenfest sogar die Sonne. Die open Air Area am Abend viel aber buchstäblich ins Wasser.

Die Preview-Party im Kerosin wartetete mit einem Novum auf: Contest Mrs. Lesbian Augsburg and Mr. Gay Augsburg 2006. Kultur durfte natürlich auch nicht fehlen: Zu sehen waren der Film Transamerica und das Kabarett Spieltrieb.

Nach einer Pause am Freitag wurde dann am Samstag durchgestartet. Der traditionelle ökumenische Gottesdienst fand erstmals in der evangelischen Annakirche statt, nach dem die römisch-katholische jegliche Gottesdienste im Zusammenhang mit den CSD's verboten hatte. Die Gottesdienstbesucher nahmens gelassen.

Das anschließende Starßenfest auf dem Moritzplatz wurde eröffnet von der Gruppe Sambamania. Stefan Müller moderierte den Nachmittag.

In Vertretung von Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert begrüßte Sozialreferent Dr. Konrad Hummel die Gäste. Er pries Augsburg als tolerante und weltoffene Stadt. Die politischen Forderungen formulierten Miriam Gruß MdB (FDP), Christine Kamm MdL (Bündnis 90 / Die Grünen) und Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl. Von allen Rednern wurde die völlige Gleichstellung von Lebenspartnerschaften mit der Ehe gefordert. Die jetzige Regelung lege den Lebenspartnern eine Menge von Verpflichtungen auf, gebe ihnen aber kaum Rechte. Auch die erneute Abwesenheit des Stadtoberhauptes wurde kritisiert. Thomas Niederbühl thematisierte auch die homophobe Einstellung der römisch-katholischen Kirche.

Auf der Bühne gaben auch Olli meets Lothar einige ihrer Songs zum Besten. Als DJ fungierte NT aus der Kantine.

Infostände verschiedener Gruppen und Vereine gehörten ebenfalls zum Nachmittag wie ein Gastrobereich. Die offizielle CSD-Party mit besonderer Dekoration und vielfältiger Musik beschlossen den Tag bzw. die Nacht.

Am Sonntag durfte natürlich der CSD-Brunch in der Aidshilfe nicht fehlen.


Bildquellen: www.cityreporter.de (1), gay-web.de (2).

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