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CSD Augsburg 20047. CSD Augsburg - 19. Juni 2004 hier geht es zu den Bildern
Ein großes Fest wie schon in den Jahren 2001 und 2002 hätte es werden sollen: Ökumenischer
Gottesdienst in St. Moritz, Parade vom Moritzplatz zum Ulrich und von dort zum Rathausplatz. Auf der großen
Bühne dort die Kundgebung und danach ein Showprogramm u.a. mit CASH N GO, den Munich Lad's,
und Bernhard Buttler sowie mit diversen Infoständen.
Doch 5 Wochen vorher kam dann der große Knall: Sponsoren waren abgesprungen, weil man es seinen Kunden nicht vermittteln könne, eine schwul-lesbische Großveranstaltung zu unterstützen. Das Programm wurde fast vollständig abgesagt. So traf man sich am Samstag um 12:00 in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Moritz, um mit Pfarrer Klaus Pfuff und Pfarrerin Jutta Krimm einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern. Pünktlich zum Ende des Gottesdienstes öffnete dann auch noch der Himmel seine Schleusen. Die Augsburger Bundestagsabgeordnete Claudia Roth (Bündnis90/Grüne), nach eigenen Worten als Vertreterin der Bundesregierung hier, beklagte in ihrem Grußwort vor etwa 100 ZuhörerInnen unter anderem, dass Augsburgs OB durch Abwesenheit glänze. Sogar beim EuroPride in Hamburg eine Woche zuvor habe der Regierende Bürgermeister Ole von Boist (CDU) die Schirmherrschaft übernommen. Bundespolitisch versprach sie, dass die Koalition noch vor der Sommerpause die bisher fehlenden Teile des Lebenspartnerschaftsgesetzes vorlegen werde. Dr. Linus Förster MdL (SPD) wollte den bundespolitischen Ausführungen von Claudia Roth nichts mehr hinzu fügen. Auch er bedauerte, das der OB nicht gekommen war und meinte im Hinblick auf die Absage vieler Sponsoren, dass ein CSD nach wie vor notwendig sei.
Franz Stockmeier, Vorsitzender von Think positive e.V. erläuterte ausführlich die Hintergründe
für die Absage der meisten Programmpunkte. Für das kommende Jahr gäbe es schon Zusagen
verschiedener Gruppen wie z.B. Grüne und SchwuSos, das Projekt CSD zu unterstützen und man sei sich
sicher, dass es dann auch wieder klappen wird. Er bedankte sich bei allen, die mitgeholfen und mitgemacht haben,
u.a. auch bei augsburg.gay-web.de für die kontinuierliche Berichterstattung.
Die Gruppe cash-n-go begleitete mit ihren A-Capella-Arrangements die etwa einstündige Kundgebung. Die Szenewirte und Partyveranstalter blieben trotz der Absage bei den angekündigten Veranstaltung. So gab es am Freitag Abend im Fegefeuer eine Warm-Up-Party, am Samstag CSD-Partys im Fegefeuer, im Okult und im Kerosin und am Sonntag ein ausgedehntes Frühstück im Strandkorb. © by augsburg.gay-web.de
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